Was muss man bei Allergien bei Pferden alles wissen?

bucas-fliegendeckePferde mit Juckreiz, selbst verursachten Verletzungen, weggescheuerter Mähne und Schweif, haarlose Stellen, Krusten, Schuppen oder verdickte Haut an Bauch, Leiste und Brust sind oftmals Anzeichen für eine Allergie. Die Ursachen für die allergisch bedingten Hautveränderungen sind oftmals sehr ähnlich bei unterschiedlichen Ursachen.

Dies können beispielsweise Allergien gegen Pollen, Milben oder Schimmelpilzen sind, eine Futtermittelallergie oder eine Insektenallergie.

Einige Pferde leiden aber auch unter mehreren Allergien, daher ist es oftmals schwer, die genau Ursache zu erkennen.

Die meisten Pferde reagieren aus Hausstaubmilben und Vorratsmilben allergisch. Danach folgt die Allergie gegen Insekten und nur in seltenen Fällen leidet das Pferd unter einer Allergie gegen Schimmelpilze. So zeigen viele Pferde das ganze Jahr über gesundheitliche Probleme und im Sommer verschlimmern sich die Symptome.

Bei einer reinen Schimmelpilz- und Milbenallergie kommt eine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes im Winter vor. Aber nicht nur Insekten können allergische Entzündungen hervorrufen. Inhaltsstoffe in Satteldecken, Lederöle oder Gerbstoffe im Leder können genauso Ekzeme auslösen.

Hierbei sollte der Pferdebesitzer das Blut des Pferdes testen lassen, um die genaue Ursache der Allergie zu erkunden. Der Tierarzt kann dann dementsprechend eine Therapie verordnen. Es gibt Arzneimittel wie Corisone, die im schlimmsten Fall eine kurzfristige Hilfe bieten.
Eine Futterumstellung ist bei vielen Allergien notwendig. Hierbei kann man sich beim Futterhändler beraten lassen. Hierbei sollten aus versteckte Zucker und auf Proteingehalt geachtet werden.

Futter
Lotionen und Cremes müssen immer dünn aufgetragen werden. Inhaltsstoffe, die eventuell die Haut reizen könnten, sollten gemieden werden. Hautzellen erneuern sich nur alle 28 Tage neu, daher ist eine Behandlung an Hautstellen langwierig.
Notfalls kann der Standort gewechselt werden und die feuchten Wiesen trocken legen.

Standortwechsel?

Dabei sollten keine Weiden in der Nähe von Gewässern genutzt werden. Um das Pferd vor Insekten zu schützen, sollte diese nur zu bestimmten Zeiten auf die Weide gelassen werden. Bei schwülen Wetter sollten die Pferde am besten im Stall stehen.
Pferdedecken, bzw. Ekzemerdecken und Kopfmasken wären eine Alternative, um die Insekten abzuwehren. Hierbei ist der Nachteil, dass die Allergie bleibt und es eine Notlösung wäre.

Kurzfristige Hilfe bringen Insektenrepellents, die aber nur bei Ausritten sinnvoll sind.

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