Ekzemerdecken für die empfindlichen Isländer

Nicht nur Menschen leiden unter allergischen Hautreaktionen. Auch bei Pferden ist das Sommerekzem eine weit verbreitete Krankheit. Das Sommerekzem tritt bevorzugt in den Monaten April bis Oktober auf.

Die wichtigsten Infos haben wir für Sie hier zusammengestellt:

  1. Insbesondere die empfindlichen Islandpferde haben damit zu kämpfen. Die Ursache liegt hierbei am Import der Tiere. Nach dem Import kommt es aufgrund einer Überreaktion des Immunsystems nach einem Insektenstich zu den klassischen Symptomen.
  2. Die anfänglich kleinen Pusteln werden durch den Halter kaum bemerkt. Auffällig wird es erst, wenn das Tier sich stark zu scheuern beginnt und unruhig wird. Im weiteren Verlauf fallen die Haare aus. Zurück bleiben wunde, nicht selten eitrige Stellen. Von diesem Geruch werden weitere Insekten angelockt. Dieser Kreislauf muss rechtzeitig durchbrochen werden.
  3. Am häufigsten betroffen sind Körperstellen mit senkrecht stehender Behaarung. Schweifrübe und Mähnenkamm, aber auch Bauch, Kruppe, Kinn und Ohren gehören dazu.
  4. Um Ihr Tier zu schützen, sollten Sie eine Ekzemerdecke wählen. Diese Decke schützt die Pferde im Sommer vor den störenden Insekten, wie zum Beispiel vor der Kriebelmücke. Auch vor direkter Sonneneinstrahlung schützen die Decken.
  5. ekzemerdeckeEkzemerdecken bestehen im Vergleich zu einfachen Fliegendecken nicht aus einer Maschenstruktur, sondern aus atmungsaktivem Funktionsfaserstoff. Die Maschen würden keinen ausreichenden Schutz vor Fliegen und Mücken bieten. Beim Kauf einer Ekzemerdecke sollte auf einen angenähten Halsteil ebenso geachtet werden wie auf einen großen Schweiflatz und einen abnehmbaren Bauchlatz.
  6. Unverzichtbar ist auch eine hochwertige Kopfmaske. Gerade beim Kopf handelt es sich um einen empfindlichen Bereich, der leicht Scheuerstellen aufweisen kann. Für den Augenbereich wird ein spezielles Netzmaterial verwendet. Die Sicht der Tiere wird dabei nicht eingeschränkt.
  7. Eine weitere Eigenschaft der Ekzemerdecken ist, dass sie nach Niederschlägen relativ schnell trocknen. Helle Deckenfarben sind aufgrund ihrer reflektierenden Eigenschaften den dunkleren Farben vorzuziehen.
  8. Die richtige Größe der Decke spielt eine unverzichtbare Rolle bei der Vermeidung des Sommerekzems. Die Deckengröße bemisst sich nach der Rückenlänge Ihres Pferdes. Maßanfertigungen sind möglich. Es gibt Ausführungen, die sogar einen extra Schutz für die empfindlichen Pferdeohren bieten. Viele Hersteller liefern auch ein Reparaturset mit.
  9. Sollten bereits Ekzemherde vorhanden sein, kann eine Decke eine Verschlechterung des Krankheitsbildes verhindern. In schweren Fällen werden Sie um die Anwendung von Kortikosteroiden nicht herum kommen. Ansonsten hilft oftmals das Einreiben mit speziellen Salben. Sollten Sie sich bei der Wahl der richtigen Ekzemerdecke unsicher fühlen, hilft nur der Gang in den Fachhandel.
  10. Neben der Ekzemerdecke gibt es aber noch weitere Tipps, wie Sie Ihr Pferd vor dem Sommerekzem schützen können: Übermäßige Fütterung sollte vermieden werden. Auch Bewegungsmangel spielt für den Ausbruch der Krankheit eine Rolle. Als Weidezeit eignen sich bevorzugt Tage mit starkem Wind oder trockener Hitze. Die Abende und Nächte sollten die Pferde im Stall verbringen, denn um diese Zeit sind die Mücken am aktivsten. Wer all dies befolgt, wird noch viele Jahre Freude an seinem Isländer haben.

Wie gewöhne ich mein Pferd an eine Ekzemerdecke?

Um ein Pferd an eine Ekzemerdecke zu gewöhnen, ist es wichtig, Schritt für Schritt vorzugehen und nichts zu überstürzen. Zuerst wird das Pferd an die Decke gewöhnt. Es darf sie beschnuppern und mit dem Maul abtasten. Da die meisten Materialien aus denen Ekzemerdecken hergestellt werden, bei Bewegung Geräusche verursachen, bewegt man die Decke vor dem Pferdemaul, so dass sich das Pferd auch an diese Geräusche gewöhnen kann.

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Ist jede Art von Ekzemerdecke für jeden Pferdetyp geeignet?

Wie bei jedem Kleidungsstück ist auch bei einer Ekzemerdecke der Tragekomfort entscheidend. Das Tier muss sich in seiner “Kleidung” wohl fühlen.

Dabei spielt besonders die Passform, Tragekomfort, Stoffart aber auch die Atmungsaktivität des Materials eine entscheidende Rolle. Ein Pferd ist ein Individuum welches, genau wie der Mensch, nicht alles mag und seine Eigenheiten hat. Aus diesem Grund sollte man zusammen mit dem Tier herausfinden welche Decke mit welchen Stoff am besten angenommen wird.

ekzemerdecke

Sitz und Passform

Diese Kleidungsstück sollt gut sitzen und das Pferd nicht belasten und sich wie eine zweite Haut anfühlen. Ein Verrutschen der Decke ist sieht zum einem unästhetisch aus und kann zu einer Abneigung gegen die Decke, im schlimmsten Fall gegen jede Art von Decke führen.

Gefahren

Pferde sind Tiere welche herum toben, springen oder sich wälzen. Herausstehende Befestigungslaschen oder Riemen können eine potentielle Verletzungsquelle sein. Die Decke kann merklich verrutschen oder lose gewordene Riemen führen zu Strangulationen. Diesen Aspekt sollte man nicht ungeachtet lassen.

Gewöhnung

Ein besonderes Augenmerk gilt der Frage wie die Decke angezogen wird, besonders im Kopfbereich ist es für einige Tiere sehr unangenehm wenn “etwas” über den Kopf gezogen wird und es kann zum Stress für Tier und Mensch führen die Decke anzuziehen.

Beim Wallach ist es etwas besonderes, hier sollte besonders im Genitalbereich auf Freiheit geachtet werden, weiterhin muss der Schnitt so sein das sich das Tier nicht in die Decke uriniert und sich nasse Stellen im Bauchbereich bilden. Dieses Manko kann man sehr häufig sehen.

Materialien

Ein atmungsaktiver und schnell trocknender Stoff wird vorausgesetzt. Da die Decke eine zusätzliche Haut bildet schwitzt das Pferd mehr, besonders im Hochsommer. Deshalb darf am Stoff nicht gespart werden. Es nutzt nichts wenn das Ekzem erfolgreich gelindert werden kann aber die Decke nach jeden Regenguss schlecht trocknet und mehrere Tag lang klamm bleibt.

Individuell entscheiden..

Zusammenfassend kann man sagen das nicht jede Ekzemerdecke für jeden Pferdetyp geeignet ist. Zum einen geben die verschiedenen Rassenmerkmale Unterschiede in Form, Schnitt und Größe vor, das selbe gilt für Geschlechts typische Unterschiede. Weiterhin hat jedes Pferd seine Eigenheiten und es muss “probiert” werden.

Die meisten Pferdebesitzer legen sich erst nach der zweiten oder dritten Decke für ein Modell fest. Finanziell sollte man nicht auf den Geldbeutel, sondern auf das Pferd hören. Den ein zufriedenes Tier ist einfach unbezahlbar.

Was muss man bei Allergien bei Pferden alles wissen?

bucas-fliegendeckePferde mit Juckreiz, selbst verursachten Verletzungen, weggescheuerter Mähne und Schweif, haarlose Stellen, Krusten, Schuppen oder verdickte Haut an Bauch, Leiste und Brust sind oftmals Anzeichen für eine Allergie. Die Ursachen für die allergisch bedingten Hautveränderungen sind oftmals sehr ähnlich bei unterschiedlichen Ursachen.

Dies können beispielsweise Allergien gegen Pollen, Milben oder Schimmelpilzen sind, eine Futtermittelallergie oder eine Insektenallergie.

Einige Pferde leiden aber auch unter mehreren Allergien, daher ist es oftmals schwer, die genau Ursache zu erkennen.

Die meisten Pferde reagieren aus Hausstaubmilben und Vorratsmilben allergisch. Danach folgt die Allergie gegen Insekten und nur in seltenen Fällen leidet das Pferd unter einer Allergie gegen Schimmelpilze. So zeigen viele Pferde das ganze Jahr über gesundheitliche Probleme und im Sommer verschlimmern sich die Symptome.

Bei einer reinen Schimmelpilz- und Milbenallergie kommt eine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes im Winter vor. Aber nicht nur Insekten können allergische Entzündungen hervorrufen. Inhaltsstoffe in Satteldecken, Lederöle oder Gerbstoffe im Leder können genauso Ekzeme auslösen.

Hierbei sollte der Pferdebesitzer das Blut des Pferdes testen lassen, um die genaue Ursache der Allergie zu erkunden. Der Tierarzt kann dann dementsprechend eine Therapie verordnen. Es gibt Arzneimittel wie Corisone, die im schlimmsten Fall eine kurzfristige Hilfe bieten.
Eine Futterumstellung ist bei vielen Allergien notwendig. Hierbei kann man sich beim Futterhändler beraten lassen. Hierbei sollten aus versteckte Zucker und auf Proteingehalt geachtet werden.

Futter
Lotionen und Cremes müssen immer dünn aufgetragen werden. Inhaltsstoffe, die eventuell die Haut reizen könnten, sollten gemieden werden. Hautzellen erneuern sich nur alle 28 Tage neu, daher ist eine Behandlung an Hautstellen langwierig.
Notfalls kann der Standort gewechselt werden und die feuchten Wiesen trocken legen.

Standortwechsel?

Dabei sollten keine Weiden in der Nähe von Gewässern genutzt werden. Um das Pferd vor Insekten zu schützen, sollte diese nur zu bestimmten Zeiten auf die Weide gelassen werden. Bei schwülen Wetter sollten die Pferde am besten im Stall stehen.
Pferdedecken, bzw. Ekzemerdecken und Kopfmasken wären eine Alternative, um die Insekten abzuwehren. Hierbei ist der Nachteil, dass die Allergie bleibt und es eine Notlösung wäre.

Kurzfristige Hilfe bringen Insektenrepellents, die aber nur bei Ausritten sinnvoll sind.