Sommerdecken für Pferde werden nicht ohne Grund auch als Fliegendecken bezeichnet.
Sie sollen verhindern, dass das Tier von Fliegen, Bremsen, Schnaken und Kriebelmücken heimgesucht wird. Die Stiche dieser Quälgeister können bei Pferden eine heftige Immunreaktion, das sogenannte Sommerekzem auslösen.
Deshalb sind die Gewebe von modernen Sommerdecken mit Permithrin ausgerüstet, einer synthetischen Nachbildung des Wirkstoffs, mit dessen Hilfe sich Chrysanthemen vor Insekten schützen. Dieser Wirkstoff hält sich für etwa 25 Wäschen in der Decke.
- Kauftipps
Beim Kauf einer Fliegendecke sollte man einige grundlegende Dinge beachten. Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, ist das richtige Deckenmaterial wichtig. Die Decke sollte aus sehr leichtem, aber engmaschig verarbeitetem und waschbarem Gewebe sein. Dafür bieten sich Stoffe aus Polyester, Nylon, Fleece oder Baumwolle an. Sie haben eine kühlende Wirkung, helfen beim Abschwitzen und beeinträchtigen die Luftzirkulation nicht. Die Feuchtigkeit wird nach außen geleitet und das Pferd dabei warm gehalten. So kann die Sommerdecke auch als Abschwitzdecke eingesetzt werden, um Pferde nach dem Ausritt vor Erkältungen und Zugluft zu schützen. Ein dicht verarbeitetes Gewebe verhindert das Durchschlüpfen einzelner Insekten.
- Klassische Abschwitzdecken
Man sollte aber bedenken, dass reine Abschwitzdecken für Pferde Schweiss nochmal besser vom Pferdekörper wegleiten und nach der Bewegung verhindern, dass das Pferd auskühlt. Sie sind also im Sommer ernorm wichtig.
Für den optimalen Tragekomfort sollten Sie bei der Auswahl einer Sommerdecke auf die richtigen Maße achten. Sie darf weder so locker aufliegen, dass sie verrutscht, noch sollte sie zu eng sein und einschnüren. Kopf, Ohren, Beine und Bauch des Tieres müssen bedeckt sein, so dass kein Insekt darunter kann. Gehfalten im Schulterbereich gewähren Ihrem Pferd seine volle Bewegungsfreiheit. Mit Hilfe elastischer Kreuzgurte und flexibler Beinschnüre sitzt die Decke bequem, schnell verstellbare Klettverschlüsse ermöglichen eine variable Anpassung. Hinten wird die Sommerdecke mit einer Schweifkordel befestigt.
Um Pferde auf der Weide vor Fluginsekten zu schützen, empfehlen sich Fliegendecken , die mit einem integrierten Halsteil ausgerüstet sind. Sie werden mit Klettverschlüssen rechts und links am Halfter befestigt und unten ebenfalls mit Klettbändern geschlossen. Der Bauchlatz einer Sommerdecke sollte so großzügig bemessen sein, dass der gesamte Bauchbereich des Tieres abgedeckt ist. Sinnvoll ist auch, wenn er nicht fest mit der Decke verbunden, sondern abnehmbar ist. Der Schweiflatz muss möglichst lang bemessen sein, um Insekten und Fliegen abzuhalten.
Achten Sie darauf, dass die Decke nicht nur reißfest und wasserdicht ist, sondern auch gut befestigt werden kann, damit Ihr Pferd sich z. B. beim Wälzen nicht verletzt. Fliegendecken, die beim Ausritt benutzt werden, müssen besonders gut passen, um die Beweglichkeit nicht einzuschränken. Viele Hersteller bieten Fliegen- Ausreitdecken an, deren Rückenausschnitte für spezielle Sattelformen geeignet sind. Sie sind durch Brustschnallen vorn sicher zu schließen, haben Widerristpolsterung und Schweifriemen. Der Halsteil ist mit Stirnriemen und Klettverschlüssen versehen und so optimal einstellbar.
Fliegendecken schützen die Haut des Pferdes vor schädlicher UV-Strahlung. Bei der Farbwahl sollten Sie Decken in hellen Pastellfarben vorziehen, diese halten Hitze und Sonneneinstrahlung ab, während dunkle Decken die Wärme und damit auch Insekten anziehen.