Sattelpads haben wichtige Funktionen zwischen Pferd und Sattel zu erfüllen

Im Westernreiten haben Sattelpads eine jahrzehntelange Tradition. Allerdings sind diese Pads in der Regel lediglich aufgepolsterte Satteldecken, die einen Puffer zwischen dem sehr schweren Westernsattel und dem empfindlichen Pferderücken bilden. Die Entwicklung neuer Materialien haben dazu geführt, mit Pads Problemlösungen zu ermöglichen oder garnicht erst entstehen zu lassen. Vor allen Dingen sind Pads nicht mehr nur ein Thema für Westernreiter, sondern auch für die klassichen oder englischen Reitweisen geworden.

Als Material für Sattelpads kommen zum Einsatz: Neopren, Schaumstoffe oder natürliche Materialien wie Schafsfell. Geht es nur darum, das Gewicht des Reiters und Sattels abzufedern, sind Neopren und Schafsfell gut geeignet. Wenn das Sattelpad Ungenauigkeiten zwischen Sattel und Pferd ausgleichen soll, sind Schäume besser geeignet. Neben einer guten Unterpolsterung bieten diese Pads einen hohen Tragekomfort.

Sehr hilfreich, insbesondere bei jungen Pferden, sind Pads mit einem hohen Dämpfungsgrad. Sie führen zu einer besseren Gewichtsverteilung, auch in der Bewegung. Dass Sattelpads möglichst nicht unter dem Sattel rutschen sollten, versteht sich von selbst. Nur so ist die Rückenmuskulatur vor Verspannungen und Satteldruck geschützt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Waschbarkeit des Pads, möglichst, bei niedrigen Temperaturen. Sattelpads sollten, gleich aus welchem Material sie hergestellt sind, eine gute Belüftung haben. Besonders in der Bewegung, entstehen allein durch Reibung erhöhte Temperaturen, die zu übermäßigem Schwitzen und zu Verletzungen führen können. Entweder müssen die Pads durch die Machart die Wärme ableiten oder das Material muss den Pferdeschweiss absorbieren können. Besser ist natürlich, wenn beides möglich ist.

Die Entscheidung, welches Sattelpad für welches Pferd gekauft wird, sollte nicht vom Preis bestimmt sein. Vielmehr sollten die individuellen Gegebenheiten den Ausschlag geben. Welches Problem kann ich mit welchen Pads lösen oder zumindest abfedern? Ist das Pad für eine älteres Pferd mit Tendenz zum Senkrücken oder für ein junges Pferd, das sich erst an Sattel und Reiter gewöhnen muss? Welcher Sattel kommt zum Einsatz? Muss das Pad zwischen Sattel und Pferd Ungenauigkeiten ausgleichen? Reichen die eigenen Kenntnisse und Erfahrungen nicht aus, um zu der richtigen Entscheidung zu kommen, sollte man einen Tierarzt oder auch Sattlermeister um Rat bitten.