Traditioneller Schmuck und zugleich Schutz für Pferde
Schabracken sind eine Form von Sattelunterlagen.
Allerdings sieht sie ganz anders aus als die konventionelle Satteldecke. Denn diese hat genau dieselbe Form wie der Sattel und ist diesem komplett angepasst.
Die Schabracke hingegen ist rechteckig geformt und bietet so mehr Platz für entsprechende Dekorationen, Schriftzüge oder Logos.
Ihre Form und Größe unterstützt außerdem meistens die Möglichkeit für Wanderritte Taschen o. ä. anzubringen.
Die Schabracke wird genauso wie die Satteldecke in die Sattelkammer eingepasst und am Sattelgurt befestigt, indem man diesen durch die dafür vorgesehenen Schlaufen steckt.
Geschichte der Schabracke:
Der Begriff Schabracke ist schon sehr alt. Er stammt bereits aus der Zeit, in der die Türkenkriege in Europa wüteten. Denn aus dieser Sprache stammt das Wort wohl auch ursprünglich, wobei das nicht ganz sicher ist, denn auch im Ungarischen wurden Spuren gefunden. Sicher ist allerdings, dass beide Länder, also osmanische und ungarische Reiter, mit Sicherheit Schabracken benutzten.
Diese fanden ihre Verwendung vor allem im Kriegseinsatz, da die rechteckige Form dieser Art von Sattelunterlage die Pferde noch zusätzlich schützte. Auch bei Paraden zu Ehren von Herrschern und Adligen wurden Schabracken häufig benutzt. Denn dort konnte dann das Zeichen des jeweiligen Adelswappens etc. präsentiert werden.
Genau diesen Zweck erfüllen Schabracken auch heute noch. Allerdings sind es nun eher die Reitsportler, welche sie nutzen. Denn auf der freien Fläche, welche nicht vom Sattel verdeckt wird, können die Nationalfarben oder das Wappen des jeweiligen Reitvereins angebracht werden.
Natürlich spielt auch das Sponsorenlogo im heutigen Reitsport keine untergeordnete Rolle mehr und kann an der Schabracke besonders gut gesehen werden. Außerdem befestigen viele Reiter hier auch ihre Startnummern. Dort stören sie die Pferde weniger als am Kopf.
Auch bei Paraden werden heute noch besonders prächtige Schabracken benutzt. Gerade die Landgestüte in Deutschland haben alle ihre eigene Decke, welche in besonderen Farben gehalten ist. Reitvereine zeigen sich ebenso gerne mit einheitlicher Sattelunterlage, so zum Beispiel bei Vereins- oder Quadrillenwettkämpfen oder -schauen.
So hat der Einsatz der Schabracke oft dekorativen Sinn, aber vom Zweck her erfüllt sie dasselbe wie eine Satteldecke:
Sie schützt das Pferd vor Satteldruck und den Sattel vor Pferdeschweiß. Die heutigen Modelle sind hauptsächlich aus Baumwolle oder aus synthetischen Materialien hergestellt. Besonders wichtig ist den meisten Reitern dabei, dass die Schabracken speziell atmungsaktiv sind.
Außerdem sind die meisten Schabracken heute auch maschinenwaschbar, worauf der Reiter auch achten sollte, da sonst kaum bei jedem Turniereinsatz eine saubere und strahlend weiße Decke präsentiert werden kann.
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